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Content:
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WWW.BRIDGESTONE.DE 1/2010 Magazin Michael Schumacher EXKLUSIV Rückkehr mit neuen Regeln Michael Schumacher über seine Erfahrungen mit den neuen Reifen der Saison 2010 Seite 14 Technologietransfer: Der Potenza S001 hat Formel 1-Gene Seite 18 Weltreise: Bridgestone sponsert außergewöhnliche Fahrt Seite 20 Der größte Reifen der Welt: Wie Bridgestone ihn auf die BAUMA bringt Seite 12

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INHALT Service Formel 1-Rennkalender: Der Rennzirkus 2010 im Überblick MotoGP-Rennkalender: Alle Orte, alle Termine News 04 Bridgestone Turanza ER 300 Ecopia laut Auto Zeitung "sehr empfehlenswert" Potenza RE 050 A überzeugt beim ADAC-Test mit einem "besonders empfehlenswert" Fahrsicherheit großgeschrieben: Bridgestone und ADAC erweitern Kooperation in Thüringen 06 Der neue Bridgestone Battlax BT 023: Ein TourensportReifen ohne Kompromisse Kooperation: Bridgestone und Sansibar zukünftig gemeinsam unterwegs Deutschlands bester Autofahrer gesucht Test the Best: Auto Bild und Bridgestone 07 07 Seite 05 Seite 08 Seite 12 Service News BRIDGESTONEMagazin 02 1/2010

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Markt & Business 08 SITA fährt Bridgestone Bridgestone gewinnt durch intelligentes Reifenmanagement internationalen Entsorger als Kunden Der größte Reifen der Welt Wie kommt das 5,19 Tonnen schwere Monstrum von Japan auf die BAUMA in München? Motorsport 14 Formel 1: Rückkehr mit neuen Regeln Bridgestone Motorsport und Michael Schumacher testen die Reifen der Saison 2010 Das Gen der Formel 1 Bridgestone stellt den Ultra High Performance-Sportreifen Potenza S001 der neuen Generation vor Brand Experience 20 Acht Sätze Battlewing 100.000 Kilometer auf dem Motorrad um die Welt ­ Bridgestone sponsert eine außergewöhnliche Fahrt IMPRESSUM HERAUSGEBER Bridgestone Deutschland GmbH ADRESSE Bridgestone Deutschland GmbH Justus-von-Liebig-Straße 1 61352 Bad Homburg v.d.H. Tel: 06172/408-01 Fax: 06172/408-490 E-Mail: pressemail@bridgestone.eu www.bridgestone.de www.bridgestone-magazin.de CHEFREDAKTION Wilfried Rulands (verantwortlich) Nora Schöne REDAKTION Thomas Huber ART-DIREKTION Julia Schiffner LEKTORAT Franz Mayer FOTOGRAFIE ADAC Hessen-Thüringen, Darren Jacklin, Juri Junkov, Theo M. Schlaghecken LITHOGRAPHIE data-graphis GmbH Wiesbaden-Nordenstadt www.data-graphis.de Wenn Sie zukünftig unsere interessanten Informationen und Angebote nicht mehr erhalten möchten, können Sie bei uns der Verwendung Ihrer Daten für Werbezwecke widersprechen. Alle Rechte vorbehalten. Insbesondere dürfen Nachdruck, Aufnahme in OnlineDienste und Internet und Vervielfältigung auf Datenträger wie CD, DVD etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung von Bridgestone erfolgen. Für die Zusendung unverlangter Manuskripte oder Bilder wird keine Gewähr übernommen. Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier mit Druckfarben auf pflanzlicher Basis. Service BRIDGESTONEMagazin 03 1/2010

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NEWS Bridgestone Turanza ER 300 Ecopia Auto Zeitung urteilt "sehr empfehlenswert" Der neue, energiesparende Reifen Turanza ER 300 Ecopia von Bridgestone geht aus seinem ersten Test mit dem Prädikat "sehr empfehlenswert" hervor. Die Auto Zeitung hat in ihrer aktuellen Ausgabe zehn Reifen in der Dimension 205/55 R 16 V bewertet. Zum ersten Mal wurde auch der Rollwiderstand überprüft ­ jedoch mit dem Hinweis, dass Sicherheit hierbei für die Redaktion weiterhin an erster Stelle stehe. Zudem weist das Magazin auf den klassischen Zielkonflikt der Reifenentwickler zwischen geringem Rollwiderstand und kurzem Bremsweg bei Nässe hin. Für Bridgestone steht bei der Reifenentwicklung immer der Sicherheitsaspekt an erster Stelle ­ bei den umweltfreundlichen Reifen wie dem ER 300 Ecopia hat das Unternehmen den Rollwiderstand reduziert, ohne die Bremsleistung bei Nässe zu beeinträchtigen. Dies bestätigen auch die Experten der Auto Zeitung: "Dass sich bessere Kompromisse aus Effizienz und Sicherheit finden, beweisen die neuen Profile von Bridgestone [...], die trotz verringerten Rollwiderstands eine gute Nässe-Performance garantieren und darüber hinaus noch mit sportlichen Fahreigenschaften überzeugen." Insgesamt erreichte der Turanza ER 300 Ecopia mit einer Gesamtbewertung von 249 Punkten den dritten Platz im Test, besonders hervorgehoben wurden seine Leistung bei Nässe und seine hohen Reserven gegen Aquaplaning. Betont wurden außerdem seine Griffigkeit sowie sein präzises und gefühlvolles Einlenken. Das Resümee der Tester: "Der neue Bridgestone Turanza ER 300 Ecopia sammelt mit guten Ergebnissen in allen sicherheitsrelevanten Kriterien Punkte. Sehr ausgewogener Pneu." ADAC-Test: Potenza RE 050 A "besonders empfehlenswert" Der Ultra High Performance-Reifen Bridgestone Potenza RE 050 A mit seiner aus dem Motorsport stammenden Technologie konnte mit seiner Leistung erneut beim Test überzeugen. In der Dimension 225/45 R 17, Geschwindigkeits-Index W und Y, hat der ADAC 17 Sommerreifen gegeneinander ins Rennen geschickt ­ der Potenza RE 050 A ging daraus mit dem Gesamtprädikat "besonders empfehlenswert" hervor. Damit knüpft der Flaggschiff-Sportreifen aus dem Hause Bridgestone nahtlos an seine vorherigen Erfolge an: Bei seinem letzten ADAC-Test (ADACmotorwelt, Ausgabe 3/2006) zeigte er bereits mit einem "besonders empfehlenswert", dass er seiner Herkunft aus der Formel 1 gerecht wird. Auch die Experten von Auto Bild und Gute Fahrt bestätigten in ihren letzten Sommerreifen-Tests die Qualität des Potenza RE 050 A ebenfalls in der Größe 225/45 R 17 mit ihren Urteilen "vorbildlich" und "sehr gut" (Ausgaben 11/2008 und 03/2009). Im aktuellen Test des ADAC überzeugte der Potenza RE 050 A in der Spitzengruppe als "sehr ausgewogener Sommerreifen" und "besonders gut auf trockener Fahrbahn". News BRIDGESTONEMagazin 04 1/2010

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Fahrsicherheit großgeschrieben Bridgestone und ADAC erweitern Kooperation Bridgestone ist der neue offizielle und exklusive Reifenpartner des ADAC FahrsicherheitsZentrums Thüringen. Die sehr zentral in Deutschland gelegene Trainingsanlage ist eine der modernsten und größten in Europa. Damit erweitert das Unternehmen seine bereits seit Jahren bestehende Partnerschaft mit dem ADAC Hessen-Thüringen. Das Fahrsicherheits-Zentrum Thüringen in Nohra bei Weimar bietet auf einer Fläche von 66.000 Quadratmetern sieben Trainingsmodule. Hier können Sicherheitstrainings für SUVs und Off Road-Fahrzeuge, aber auch Pkw, Motorräder und Nutzfahrzeuge durchgeführt werden. Auf dem umfangreichen Areal kann Bridgestone seine Produktpalette, die unter anderem Reifen für Pkw, 4x4-Fahrzeuge, Motorräder und Lkw umfasst, optimal präsentieren. Vier computergestützte Module mit Wasserhindernissen, Aquaplaningbecken, Gleitflächen oder Dynamikplatte liefern beste Bedingungen für die Simulation unterschiedlicher Fahrsituationen. Umweltverträgliche Testmöglichkeiten Ein integriertes Event- und Konferenzcenter bietet zudem ausreichend Möglichkeiten für Ausstellungen, Schulungen oder Produktpräsentationen. Ein weiterer Pluspunkt des Geländes für Bridgestone ist die Energieeffizienz: Es wird zum größten Teil mit erneuerbaren Energien wie Erdwärme versorgt. Den Strombedarf deckt eine Photovoltaikanlage, das anfallende Regenwasser wird in einer Zisterne gesammelt und für die Wasserhindernisse und Aquaplaning-Simulationen im Freigelände genutzt. Diese Philosophie passt zur Strategie von Bridgestone, zunehmend in neue, energiesparende Technologien und Produkte zu investieren. Bridgestone Produkte hautnah "Mit dieser exklusiven Reifenpartnerschaft für das ADAC Fahrsicherheits-Zentrum in Thüringen werden wir unsere Zusammenarbeit mit dem ADAC weiter intensivieren und gleichzeitig unseren Kunden noch vielfältigere Möglichkeiten bieten, unsere vielen Premium-Produkte hautnah erleben zu können", erklärt Benoît Raulin, Geschäftsführer der Bridgestone Deutschland GmbH, das Engagement des Unternehmens. Gleichwertige Partner "Wir freuen uns, dass wir mit Bridgestone einen namenhaften Reifenhersteller und gleichwertigen Partner für das ADAC Fahrsicherheits-Zentrum Thüringen gewonnen haben", erklärte Dr. Erhard Oehm, Vorsitzender des ADAC Hessen-Thüringen. Die Räumlichkeiten auf der Trainingsanlage bieten auch ausreichend Platz für Schulungen und Produktpräsentationen. Weitere Informationen unter www.fsz-thueringen.de Geländewagen und SUVs können auf dem Gelände in Nohra ebenso getestet werden wie Pkw, Motorräder und Nutzfahrzeuge. News BRIDGESTONEMagazin 05 1/2010

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NEWS Der neue Battlax BT 023: Ein Tourensport-Reifen ohne Kompromisse Mit dem neuen Battlax BT 023 hat Bridgestone einen Motorradreifen entwickelt, der für hervorragende Fahreigenschaften unter allen Bedingungen steht ­ sowohl beim gemütlichen Touren als auch beim sportlichen Fahren. Die Kombination aus hoher Laufleistung und optimaler Nasshaftung beim Toureneinsatz sowie das hohe Griplevel und die Lenkpräzision beim sportlichen Fahren machen den neuen BT 023 zur ersten Wahl für Tourensport-Fahrzeuge verschiedenster Gewichtsklassen. Konstante Fahreigenschaften Mit der Einführung des Battlax BT 023 stärkt Bridgestone seine Marktposition im Bereich Tourensport-Reifen weiter. Die im neuen BT 023 verwendeten modernen Technologien bringen im Vergleich zum Vorgänger, dem Battlax BT 021, signifikante Verbesserungen mit sich. Speziell in den für einen TourensportReifen relevanten Attributen Laufleistung und Nasshaftung wurden deutliche Verbesserungen erzielt. Aber auch die Erwartungen, die ein sportlicher Fahrer an seinen Reifen stellt, werden vom BT 023 erfüllt. Laufleistung ­ Nasshaftung Die höhere Laufleistung und die verbesserte Nasshaftung werden hauptsächlich durch ein neu gestaltetes Profil sowie durch die Verwendung von neuen Silica-Rich-Gummimischungen erreicht. Komfort und Stabilität Vorder- und Hinterrad des BT 023 verfügen über Monospiralgürtel-Konstruktionen (MSB), die dem BT 023 hohe Eigendämpfung, sichere Haftung und beste Geradeaus- laufstabilität auf der Autobahn ermöglichen. Die verwendete 3-Layer-Compound-Gummimischung (3LC) am Hinterrad verfügt über eine haftfreudige Mischung auf der Reifenschulter und eine stabilere Gummimischung in der Mitte der Lauffläche. Das Resultat: ein sicheres Fahrgefühl unter allen Bedingungen. Start mit fünf Vorderrad- und sieben Hinterradgrößen Der Battlax BT 023 wird zunächst in fünf Vorderrad- und sieben Hinterradgrößen vorgestellt. Für besonders schwere Motorräder (Beispiel BMW K 1300 GT) wird es eine Sonderspezifikation in den Größen 120/70Z R 17 und 180/55Z R 17 geben. Das Vorderrad dieser Spezifikation trägt ein verändertes Profil und rollt auf einer KreuzgürtelKonstruktion. Am Hinterrad verrichtet eine verstärkte MSB-Konstruktion ihren Dienst. Insgesamt werden somit auch bei schweren Tourensport-Motorrädern ein angenehmes Handling und eine hohe Laufleistung sichergestellt. Der neue Battlax BT 023 ist in Europa seit Februar 2010 erhältlich. Bridgestone startet für den neuen Potenza S001 Aktionen mit "Sansibar" Bridgestone Deutschland wird in diesem Frühjahr eine Kooperation mit der Marke Sansibar starten. Die "Sansibar" ist nicht nur das "In-Restaurant" auf Sylt, sondern hat mittlerweile einen umfangreichen Merchandising-, Mode-, Delikatessen- und Weinversand. Bridgestone nutzt die Zusammenarbeit, um die Zielgruppe des neuen Potenza S001 zu erreichen. Eine Kooperation der beiden Marken liegt nahe, da beide Unternehmen höchste Ansprüche an die Premium-Qualität ihrer Produkte und die Zufriedenheit ihrer Kunden stellen und sich dadurch bei der ZielgruppenAnsprache positive Synergie-Effekte ergeben. Die Zusammenarbeit wird neben gemeinsamer Kommunikation in verschiedenen Online- und Offline-Medien auch ein gemeinsames Co-Branding (bei Merchandising-Artikeln) beinhalten. Der neue Hochleistungsreifen Potenza S001 basiert auf Technologien, die aus der Formel 1 übernommen und auf die Straße übertragen wurden. Entwickelt wurde der S001 für hoch motorisierte Fahrzeuge wie Aston Martin, BMW (M5) oder den neuen Ferrari 458 Italia. News BRIDGESTONEMagazin 06 1/2010

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Auto Bild und Bridgestone suchen Deutschlands beste Autofahrer Bridgestone ist in diesem Jahr wieder als Sponsor der Aktion "Deutschlands bester Autofahrer" aktiv. Der Einsendeschluss für die 22. Runde war am 18. März. Zu gewinnen gibt es für die 1.500 Teilnehmer insgesamt 2.000 Preise. Mehr Sicherheit auf Deutschlands Straßen ist das Ziel der Aktion "Deutschlands bester Autofahrer". Denn selbst routinierte Fahrer können immer noch etwas lernen, um sicherer zu fahren. Auto Bild, Ford, Bridgestone und sechs weitere Partner suchen in einer gemeinsamen Aktion auch dieses Jahr wieder die Spitzenlenker unter Deutschlands Autofahrern. Jährlich bewerben sich rund 100.000 Leser, von denen 1.500 bei einem Fahrsicherheitstraining an insgesamt sieben Orten entlang der Tourneestrecke ihre fahrerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen können. Über die Jahre haben sich schon mehr als 1,5 Millionen Leser der Auto Bild beworben. Gefahren wird auf den Modellen, die auch zu gewinnen sind: Ford Focus und Ford Ka. Vormittags steht Sicherheitstraining auf dem Programm, am Nachmittag die Wertungsprüfungen. Die 30 Tagessieger sind für das Finale qualifiziert. Zusätzlich starten die zehn bestplatzierten Damen aller Wettbewerbstage im Endkampf. Aber auch wer nicht für die Zwischenrunde gezogen wird, kann zu den Gewinnern zählen. Denn unter allen Bewerbern werden zusätzlich 500 AvD-Jahresmitgliedschaften und 50 Werkstattgutscheine verlost. Bridgestone lobte für die Aktion außerdem sechs Reifensätze für Pkw oder SUV sowie eine Reihe von Sportchronographen aus. Dem Sieger winkt ein Ford Focus ST im Wert von stattlichen 32.000 Euro. Der zweite Preis ist ein Ford Ka "Digital" für 14.000 Euro. Mehr als 1,5 Millionen Bewerber wollten sich zum besten Autofahrer Deutschlands küren lassen. Test the Best Eine internationale Jury aus AutoChefredakteuren sucht das beste Auto Das beste Auto finden, und zwar nach internationalen Maßstäben, das ist der Ansatz der Aktion "Test the Best". Dafür kommen alljährlich 29 Chefredakteure der internationalen Auto Bild-Gruppe zusammen, testen die Fahrzeuge, was das Zeug hält, und vergeben nach streng festgelegtem System ihre Punkte. 2010 fand diese Veranstaltung erneut auf dem Bridgestone European Proving Ground in der Nähe von Rom statt. In mehreren Fahrzeug-Kategorien wurden Wertungen vergeben für die Karosserie, den Antrieb, den Komfort sowie das Fahrverhalten. Wer sich in all diesen Kategorien mit Bestnoten hervorhebt, wird am Ende Klassensieger. Auf dem Bridgestone European Proving Ground fand sich alles, um die Kandidaten auf Herz und Nieren zu testen: Strecken für Slalom- und VDA-Test, für Komfort und Bremsverhalten, ein Handlingkurs und ­ das darf natürlich nicht fehlen ­ ein Hoch- geschwindigkeitsoval, um zu sehen, wie es um die Leistung der Wagen in der harten Realität der Straße bestellt ist. Die Chefredakteure kamen aus der ganzen Welt nach Italien gereist: von Mexiko, China, der Türkei, Finnland, der Ukraine und Ungarn bis Griechenland und Deutschland. So war sichergestellt, dass nationale Eigenheiten und Vorlieben in ein größeres Gesamtbild gerückt werden. Wer in den einzelnen Kategorien die Nase vorn hat, findet sich im Archiv der Auto Bild unter www.autobild.de News BRIDGESTONEMagazin 07 1/2010

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SITA NUTZT BRIGDESTONE REIFENMANAGEMENT BOXENSTOPP DER MÜLLABFUHR Wie bekommt man genau den richtigen Reifen zur richtigen Zeit auf die Achsen einer Flotte von 1.300 Müllfahrzeugen? Dieser Aufgabe stellt sich Bridgestone bei SITA, einem der größten privaten Entsorger in Deutschland, mit einem innovativen Reifenmanagement. Ab 14.30 Uhr wird es plötzlich laut auf dem Betriebsgelände in Knittlingen. Schlag auf Schlag treffen die Entsorgungsfahrzeuge der SITA Deutschland GmbH wieder "zuhause" ein, bis der riesige Hof komplett gefüllt ist. Lkw reiht sich an Lkw, der allseits bekannte Müllwagen steht neben Frontladern zur Entsorgung von Gewerbemüll, Saugwägen, Containerfahrzeugen oder Sondermülltransportern. Höchste Zeit! Höchste Zeit für Christian Schwan, den Mann vom Truck Point-Service-Händler, der von Bridgestone mit dem Reifenservice für SITA beauftragt ist. Im Servicefahrzeug rollt er auf den Hof, springt heraus und öffnet die Hecktüren. Der Laderaum ist ausgestattet mit allem, was der Reifenservicetechniker braucht, um vor Ort zu prüfen, zu messen und, wenn es nötig wird, die gewaltigen Reifen der Nutzfahrzeuge zu wechseln. Jeden Tag um dieselbe Zeit kommt er zu SITA, einem privaten Entsorgungsunternehmen, das von der klassischen Hausmüllabfuhr in zahllosen deutschen Landkreisen über das Einsammeln von Altpapier, Glas, Biomüll, gelben Säcken und die Entsorgung von Gewerbemüll bis hin zur Verwertung von Sonderabfällen die gesamte Palette der Entsorgung anbietet. Aufgabe des Truck Point-Händlers ist es, die Bereifung der Lkw nach einem vorgegebenen Ablaufmuster zu überprüfen. Im Detail bedeutet das: Fahrzeug für Fahrzeug nimmt sich Schwan die Reifen der ersten, zweiten und dritten Achsen vor. Er prüft die Profiltiefe auf Konformität mit den gesetzlichen Regeln, untersucht den Reifendruck und kontrolliert jeden Reifen auf Gewaltschäden. Und alles muss schnell gehen, denn auf dem Hof bringen die Fahrzeuge keinen Umsatz. "Das ist wie der Boxenstopp in der Formel 1", sagt Schwan. "Nur das Weiterfahren zählt." Jeder macht das, was er am besten kann All das interessiert Claus Bender, National Operational Manager der SITA Deutschland, nur indirekt. Die Verantwortung für die Reifen seiner Flotte aus 1.300 Nutzfahrzeugen hat er extern vergeben. Wie lange sie rollen, welcher Typ am besten zum Einsatz kommt, wo die Reifen lagern und wann sie wo verfügbar sein müssen, das ist Sache von Bridgestone Deutschland. Seit Anfang 2009 kümmert sich der Reifenhersteller komplett um das Reifenmanagement der Entsorgungsfirma. Bridgestone entscheidet, welche Reifen auf den 25 Tonnen schweren Lkw zum Einsatz kommen, Bridgestone legt fest, welches Profil die Traktionsreifen der Antriebsachse erhalten, um die größtmögliche Laufleistung zu erzielen. Und Bridgestone verantwortet Prüfintervalle und wann es Zeit ist, zu wechseln. Grundidee dieser Abmachung war die Konzentration auf Kernkompetenzen. Vor ei- Markt & Business BRIDGESTONEMagazin 08 1/2010

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Die ganze Palette der Entsorgung: SITA-Fahrzeuge auf dem Hof des Standorts Knittlingen. nigen Jahren erkannte man bei SITA, dass es zunehmend schwieriger wurde, mit dem schnellen technologischen Fortschritt in der Reifenentwicklung Schritt zu halten. Und so entschied sich die Geschäftsführung, die Verantwortung für das Reifenmanagement nach außen zu vergeben, dorthin, wo die Technologie entwickelt und verbessert wird: an den Hersteller. Reifen im Stress SITA kauft nun nicht mehr Reifen ein, sondern ein Komplettpaket aus Reifenlaufleistung und einem Rundumservice. Abgerechnet wird über gefahrene Kilometer, die je nach Reifentyp und Fahrzeugein- satz einen eigenen Kilometerpreis erhalten. Denn Reifen in der Müllbranche unterliegen ganz spezifischen Bedingungen: Die Fahrzeuge legen die 120 Kilometer Tagesleistung mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 7 km/h zurück, dabei wird rund 800-mal gestoppt und wieder angefahren ­ eine Herausforderung vor allem für die Reifen der Antriebsachse. Um den Abrieb hier zu minimieren, müssen ganz spezielle Profile zum Einsatz kommen. Typisch sind ebenfalls die extrem vielen engen Kurven, die in den Orten beim Abbiegen zu bewältigen sind. Oft heißt das: Drehen praktisch im Stand. Fast alle Fahrzeuge brauchen gelenkte Hinterachsen, Messen, prüfen, reagieren: Der Truck Point-Händler sorgt dafür, dass an allen SITA-Fahrzeugen nur gesetzeskonforme und funktionstüchtige Reifen im Einsatz sind. Reifen vor Ort zu wechseln, ist dabei Tagesgeschäft.

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um die 90-Grad-Kurven überhaupt zu schaffen. "Wenn die im Dorf um die Ecke fahren, dann bleiben Spuren von den Reifen der Hinterachse auf der Straße", illustriert Bender. Eine Konstellation, die verdeutlicht, dass es eine äußerst komplexe Anforderung ist, immer den optimalen Reifen am einzelnen Fahrzeug zu haben. Hier muss auf der einen Seite das geballte Innovationswissen eines führenden Herstellers einfließen, um kostensparende Lösungen so schnell und flexibel wie möglich wirksam werden zu lassen. Zum anderen ist aber auch die Nähe vor Ort wichtig, denn jeder einzelne Reifen wird anders belastet und abgenutzt. Dies können in der Fläche nur Partner lokal erkennen und darauf reagieren. Ein Kontakt reicht Bridgestone entschied die europaweite Ausschreibung Ende 2008 für sich ­ neben SITA Deutschland umfasst die Vereinbarung SITA in Großbritannien, Schweden und den Niederlanden. Das Abkommen beinhaltet einen Mehrjahresvertrag zu festgelegten Konditionen. "Das ist für beide Partner ein Gewinn", da ist sich Bender sicher: "Wir haben die Sicherheit, immer optimal bereift zu fahren, haben kalkulierbare Kosten und deutlich weniger Aufwand." Bei SITA muss sich nun niemand mehr um den aktuellen Stand der Reifentechnologie kümmern, denn es liegt ja im Interesse von Bridgestone, das beste Produkt einzusetzen ­ je geringer die Abnutzung der Reifen, desto weniger Wechsel. Und für Bender gibt es nur noch einen einzigen Ansprechpartner in ganz Deutschland: den Kontakt bei Bridgestone. Zudem erfasst Bridgestone über die Truck Point-Händler vor Ort wichtige Daten für SITA. Über Auswertungen der Gewaltschäden, etwa wenn immer wieder an Bord- steine geschrammt wird, kann SITA Rückschlüsse auf Fahrfehler ziehen und diese durch Schulungen gezielt abstellen oder zumindest mindern. Ein Element, das wiederum die Kosten verringert. "Diese Datentransparenz war für uns ein ganz wesentliches Element bei der Entscheidung für Bridgestone", sagt Klaus Odenthal, Chefeinkäufer bei SITA Deutschland. "Bridgestone hat hier einen Prozess entwickelt, über den wir sehr professionelle Daten erhalten, die uns sehr helfen. Da Bridgestone die Daten nicht als Unternehmensgeheimnisse führt, sondern sie mit uns teilt und bespricht, haben wir nun Fakten statt Meinungen." Aber auch dem Hersteller nutzen diese Daten. Schließlich kann auch durch Weiterentwicklung der eingesetzten Reifen auf Probleme wie die Bordsteinthematik reagiert werden. Eine Sache von 10 Minuten Christian Schwan hat mittlerweile die meisten Müllfahrzeuge kontrolliert. Heute gibt es nur an einem Fahrzeug Handlungsbedarf. Ein Reifen muss gewechselt werden. Aus dem eigenen Lager holt er einen Reifen, den er nun vor Ort montiert. "Das machen wir per Hand", sagt Schwan, "das geht am schnellsten. Den Reifen runter und einen neuen rauf auf die Felge ist eine Sache von 10 Minuten. Am längsten dauert es, die Luft rauszulassen und wieder reinzufüllen." Gesagt, getan. Schwan wuchtet den defekten Reifen mittels langer Hebel und Montiereisen von der Felge herunter. "Das ist nicht schlimmer als beim Pkw, weil uns das Eigengewicht da ganz gut mithilft", sagt Schwan. Minuten später ist der neue Reifen auf der Felge und wird vom Kompressor mit neuer Luft befüllt. Der Reifenservicetechniker rollt den demontierten Reifen über eine mobile Rampe in SITA Deutschland GmbH Die SITA Deutschland GmbH ist eines der führenden privaten Entsorgungsunternehmen in Deutschland. Mit über 100 Standorten und mehr als 3.000 Mitarbeitern ist SITA deutschlandweit ein starker Partner mit langjähriger Erfahrung. Seit über 40 Jahren sind die Gesellschaften, die seit Mitte der 90er Jahre unter dem Dach der SITA zusammengehören, regionale Kenngrößen der Branche und zuverlässige Partner für alle Kunden. So bauen im kommunalen Abfallmarkt zahlreiche Städte, Gemeinden und Landkreise auf die Leistungen der SITA. Außerdem profitieren mehr als 60.000 Industrie-, Handels- und Gewerbeunternehmen von den individuell zugeschnittenen Entsorgungslösungen des Unternehmens. Nicht zuletzt ist SITA einer der größten Partner der Dualen Systeme in Deutschland. Alles rund um die Entsorgung: SITA bietet eine umfangreiche Palette an Services zum Thema Müll und Wiederverwertung unter www.sita-deutschland.de Markt & Business BRIDGESTONEMagazin 10 1/2010

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"MÜLL IST TECHNISCH ANSPRUCHSVOLL. 800-MAL ANFAHREN PRO TAG VERLANGT DEN REIFEN ALLES AB." CLAUS BENDER den Laderaum des Transporters. Viele Reifen gehen von hier aus in die Runderneuerung und kommen so eines Tages vielleicht an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Wichtig ist, dass defekte Reifen zeitnah ausgetauscht werden. "Es ist das Schlimmste, was uns passieren kann, dass unsere Leute auf offener Strecke liegen bleiben und nicht mehr selber weiterkommen", sagt Bender. "Dann kommt der enge Zeitplan durcheinander ­ und stehende Fahrzeuge verdienen kein Geld." Der Praxistest verläuft bestens Wesentlich war es für SITA also, einen Vertragspartner zu finden, der all diese Anforderungen erfüllt. Odenthal: "Aufgrund der Erfahrungen unserer Kollegen in Schweden und der wirklich erfolgreichen wie auch professionellen Ausschreibung hat sich Bridgestone als Kandidat präsentiert, der unsere Anforderungen auf höchstem Niveau erfüllen kann ­ und nicht nur hier in Deutschland. Unsere Anforderungen an Produkt- und Servicequalität werden zu 100 Prozent durch Bridgestone erfüllt. Die Zusammenarbeit startete zum Jahreswechsel, also zu einem für das Reifengeschäft sehr komplexen Datum. Die not- wendige Flexibilität und Servicebereitschaft, die umfassende Planung, aber auch der persönliche Einsatz des Bridgestone Teams ermöglichten einen erfolgreichen Start." Nach einem Jahr Zusammenarbeit herrscht Zufriedenheit bei den Partnern. Die Konfiguration der Reifen läuft bestens und Bender ist sicher: "Da ist mehr Dienstleistung dabei." Aber vor allem hat sich das System in der Praxis bewährt. Total Fleet Management überzeugt "Wir konnten SITA durch unser umfassendes Total Fleet Management-Konzept überzeugen", so Bernhard Schmidt, Direktor Commercial Products bei Bridgestone Deutschland. "Bridgestone bietet Komplettlösungen für Flotten inklusive Reifenservice durch das Truck Point-Servicenetzwerk und individuelle Reporting-Tools für das Reifenmanagement an. Mit unserer breiten Produktpalette an neuen und runderneuerten Reifen können wir SITA optimale Reifenlösungen anbieten. Neben Bridgestone Neureifen sind wir mit den Runderneuerungsmarken Qualitread und Bandag für jeden Einsatz optimal aufgestellt." Der Truck Point-Händler stellt sicher, dass die Fahrzeuge ohne Zeitverlust wieder in den Einsatz zurückkehren. Markt & Business BRIDGESTONEMagazin 11 1/2010

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MARKT & BUSINESS BRIDGESTONE BAUMASCHINEN-REIFEN KAUTSCHUK-RIESE AUF WELTREISE Der größte Reifen der Welt ist Mitte Januar nach einer langen Reise im süddeutschen Lahr eingetroffen. Der in Japan produzierte Radialreifen mit einem Durchmesser von 4,02 Metern und einem Gewicht von 5, 9 Tonnen wird auf 1 der BAUMA in München seinen großen Auftritt haben. Die circa 40.000 Euro teuren Reifen der Dimension 59/80 R 63 werden bei Spezialkippern im Bergbau eingesetzt, wo sie härtesten Einsatzbedingungen ausgesetzt sind. Der Kautschuk-Riese wurde von Japan aus verschifft und machte sich auf seine sechswöchige Reise über Korea bis ins niederländische Rotterdam. Von hier aus ging es auf dem Wasserweg einmal quer durch die Niederlande und Deutschland nach Kehl. Reifenlogistik einmal anders In Kehl wurde der Reifen verladen und per Schwertransport der Spedition Klumpp + Müller zum Fiege Logistikcenter nach Lahr gebracht. Das hochmoderne Fiege-Lager in Lahr besteht seit 2007 ­ auf einer Fläche von 36.000 Quadratmetern kön- nen hier bis zu 500.000 Reifen eingelagert werden. Der Kontraktlogistik-Dienstleister sorgt bereits seit mehr als 30 Jahren von mehreren Standorten aus für die Distribution der Bridgestone Reifen in Europa. Ein Reifen als "Show-Star" Im April wird der Riesenreifen seine Deutschlandreise dann auf dem Landweg per Schwertransport nach München fortsetzen, wo Bridgestone seine Produkte auf der weltweit größten Bau-maschinenmesse präsentieren wird. Nach seinem Gastspiel als Publikumsmagnet am BAUMA-Messestand wird der Gigant zurück ins süddeutsche Lahr gebracht, um auf weitere "Show"-Einsätze in Europa zu warten. SHIMONOSEKI (JAPAN) (JAPAN) MOJI FUKUOKA (KOREA) Markt & Business BRIDGESTONEMagazin 12 1/2010

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Gewaltiger Aufwand für die Riesenfracht: Im Fiege Logistikcenter lagern normalerweise bis zu 500.000 Reifen. Im Bild rechts (v.l.n.r.): Günter Oschwald, Niederlassungsleiter Fiege Deutschland Stiftung & Co. KG in Lahr, Jürgen Geretschläger, Leiter Logistik Bridgestone Deutschland GmbH, Thomas Knopf, Direktor Fiege Deutschland Süd & Schweiz, Dieter Klumpp, Inhaber Spedition Klumpp + Müller in Kehl. Neben dem Reifengiganten VRF wirken Menschen fast wie Zwerge. (NIEDERLANDE) ROTTERDAM KEHL LAHR MÜNCHEN Markt & Business BRIDGESTONEMagazin 13 1/2010

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RÜCKKEHR MIT NEUEN REGELN BRIDGESTONE MOTORSPORT UND MICHAEL SCHUMACHER TESTEN DIE REIFEN DER SAISON 2010 Nach mehr als zwei Jahren Abstinenz kehrt der Rekordweltmeister Michael Schumacher in die Welt der Formel 1 zurück. Fans, Fachwelt und Publikum erwarten gespannt seine ersten Auftritte in der Königsklasse des Motorsports ­ hat sich doch in Schumachers Abwesenheit in der Formel 1 einiges geändert. Bridgestone begleitete den Ausnahmefahrer bei den Tests im spanischen Jerez und fragte ihn nach seinen Einschätzungen. Wenn die Formel 1-Boliden ab März zu den ersten Läufen der Saison 2010 starten, sind sie rund 100 Kilo schwerer als vergangenes Jahr, denn schließlich ist es nicht mehr erlaubt, während des Rennens nachzutanken. Zudem sind sie auf schmaleren Vorderreifen unterwegs, ebenfalls eine Folge einer Regeländerung, die zu dieser Saison eingeführt wurde. Wenn das normalerweise schon reicht, um Renntaktik und Fahrstrategie gehörig neu zu mischen, so verstärken sich diese Effekte noch für einen Fahrer, der in den vergangenen Jahren vorwiegend auf zwei Rädern unterwegs war: die lebende Formel 1-Legende Michael Schumacher. Er muss sich nach seinen zwei Jahren Pause nun mit den neuen Anforderungen an Fahrzeug und Taktik schnell vertraut machen ­ schließlich kann ein Profi wie Schumacher, auch nach eigener Aussage, nichts weniger wollen, als um die Weltmeisterschaft mitzufahren. Bei den ersten Tests im spanischen Valencia zeigten die Reifen, die auf längere Stints, also die Abschnitte zwischen den Boxenstopps, ausgelegt wurden, dass es in dieser Saison noch mehr als bisher auf das richtige Reifenmanagement durch EXKLUSIV Michael Schumacher im Interview Was sind Ihre persönlichen Motive, wieder in der Formel 1 zu starten? Was war der ausschlaggebende Punkt, um in die Formel 1 zurückzukehren? Schumacher: Plötzlich passte da alles zusammen: Als Ross mich anrief, merkte ich, dass mein alter Rennhunger zurückgekehrt war. Mit dem Wissen, dass Mercedes mit all seiner Power dahintersteht, war ich auf einmal unheimlich motiviert ­ das hat sich seither auch nicht gelegt. Bridgestone: Wie sehen Sie die Chancen des neuen Mercedes GP Teams, in diesem Jahr schon die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft zu gewinnen? Schumacher: Es ist zu früh, um jetzt schon über WM-Chancen zu spekulieren. Dazu kann man das Kräfteverhältnis noch nicht gut genug einschätzen. Aber es ist keine Frage, dass wir um die WM kämpfen wollen. Nur das kann bei dieser Konstellation unser Ziel sein. Bridgestone: Welches ist Ihre persönliche Lieblingsstrecke im Rennkalender 2010? Schumacher: Ich kann ja nur von den alten Strecken ausgehen, und da liegt noch immer Spa an erster Stelle. Bridgestone: Sie haben bisher noch kein Formel 1-Rennen bei Nacht bestritten. Freuen Sie sich auf die beiden Nachtrennen in Abu Dhabi und Singapur? Schumacher: Schon, ja. Auch wenn ich den Eindruck habe, Rekordweltmeister Michael Schumacher auf der Teststrecke in Valencia: Er gilt als besonders genau in der Analyse der Technik. Motorsport BRIDGESTONEMagazin 14 1/2010

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Michael Schumacher startet zum Test in Valencia: Diese Strecke war besonders geeignet, um die neuen, schmaleren Vorderreifen zu erproben. In Jerez lag der Fokus der Fahrer dann primär auf den Hinterreifen. dass die Rennen jeweils so gut ausgeleuchtet waren, dass man als Fahrer nichts groß davon merkte, dass sie in der Nacht stattfanden. Bridgestone: Was halten Sie von dem generellen Trend in der Formel 1, traditionelle Strecken wie Silverstone oder Montreal immer mehr durch neu entwickelte Kurse wie Abu Dhabi oder Singapur zu ersetzen? Schumacher: Das ist der Lauf der Dinge, alles entwickelt sich, das Leben ist Veränderung. Natürlich kann man das bedauern, aber die Formel 1 ist ein internationaler Sport. Es ist ja auch spannend, neue Länder kennenzulernen. Bridgestone: Welche Bedeutung kommt dem Reifen in der Formel 1- Saison 2010 Ihrer Meinung nach zu? Glauben Sie, dass die anderen Fahrer einen Vorteil haben, weil sie schon in der letzten Saison auf Slicks fahren konnten? Schumacher: Ich bin ja auch schon auf Slicks gefahren. Das ist zwar schon eine Weile her, aber so ganz unbekannt ist das nicht für mich. Und ich bin eigentlich jemand, der sich immer sehr schnell an neue Gegebenheiten anpassen konnte. Darauf vertraue ich auch dieses Mal. Natürlich wird man sehr sorgfältig darauf achten müssen, wie sich die Reifen mit den extrem unterschiedlichen Benzinmengen im Auto verhalten. Aber das wird schon. Bridgestone: Nach 13 erfolgreichen und spannenden Jahren, in denen immer wieder außergewöhnliche Herausforderungen gemeistert werden mussten, verlässt Bridgestone die Formel 1 nach dieser Saison. Wo sehen Sie die besonderen Herausforderungen für einen Reifenlieferanten in diesem Extremsport? Schumacher: Die Formel ist einfach ein extremes Bestätigungsfeld. Alle Neuheiten müssen sofort dem Praxistest standhalten, die Entwicklungsgeschwindigkeit ist generell enorm. Das ist für jeden Hersteller eine tolle Herausforderung; Reifen eingeschlossen. Ich persönlich finde es schade, dass Bridgestone sich zurückzieht, denn ich habe ja viele Jahre gemeinsam mit ihnen gearbeitet. Motorsport BRIDGESTONEMagazin 15 1/2010

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die Fahrer ankommt. Gerade beim Start, wenn der Wagen am schwersten und die Reifen am kühlsten sind, gilt es, nicht zu viel Abrieb zu erzeugen und damit die Haltbarkeit zu schwächen. Interessante Duelle sind so gleich zu Beginn praktisch garantiert. Mit der Weiterentwicklung des Potenza Vorderreifens tritt Bridgestone auch 2010, im letzten Jahr als exklusiver Ausstatter, mit unvermindertem Einsatz für die Weiterentwicklung der Formel 1 ein. Ebenso wie Michael Schumacher, dessen Rückkehr in diese Rennklasse für große mediale Aufmerksamkeit gesorgt hat. Die neuen Reifen wurden unter Hochdruck im japanischen Entwicklungszentrum in Kodaira City von Ingenieuren und Designern entworfen und produziert, ein Aufwand, der nicht nur der Formel 1, sondern auch dem Normalfahrer in Form innovativer neuer Reifen zugutekommt. So profitiert letzlich auch der Alltagsnutzer von der Rückkehr des erfolgreichsten Fahrers aller Zeiten und seinen umfangreichen Tests der neuen Potenza Generation. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen einen neuen Potenza Sportreifen vor, der sich der Technologie aus der Formel 1 bedient. REGLEMENT-INFORMATIONEN Ein Reifensatz besteht aus zwei Vorder- und zwei Hinterreifen mit gleichen Spezifikationen. Der Reifenlieferant darf pro Veranstaltung nicht mehr als zwei Trockenreifentypen bereitstellen, jeweils aus einer homogenen Mischung. Diese müssen optisch klar unterscheidbar sein, wenn die Fahrzeuge auf der Rennstrecke sind. Die härteren Reifen halten länger, haben jedoch zu Beginn geringeres Haftungsvermögen. Die weicheren Reifen haben zu Beginn besseren Grip, sind jedoch weniger haltbar. Jedes Fahrzeug muss beide Mischungen im Rennen einsetzen. Bridgestone hat die Mischungen so gestaltet, dass Medien und Zuschauer klar erkennen können, welcher Reifentyp verwendet wird. Alle Fahrer müssen während des Rennens jede Reifenspezifikation verwenden. Werden Regen- oder IntermediateReifen beim Rennen eingesetzt, gilt diese Regel allerdings nicht mehr. -150 -100 Vergleich der Reifenquerschnitte: Deutlich erkennbar der schmalere Vorderreifen der Saison 2010. Motorsport BRIDGESTONEMagazin 16 1/2010

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RENNKALENDER FORMEL 1 14. 03. 2010 28. 03. 2010 04. 04. 2010 18. 04. 2010 09. 05. 2010 16. 05. 2010 30. 05. 2010 13. 06. 2010 27. 06. 2010 330 310 290 270 250 230 210 190 170 150 50 100 150 Bahrain (Manama) Australien (Melbourne) Malaysia (Sepang) China (Shanghai) Spanien (Barcelona) Monaco (Monte Carlo) Türkei (Istanbul) Kanada (Montreal) Spanien (Valencia) Großbritannien (Silverstone) Deutschland (Hockenheim) Ungarn (Budapest) Belgien (Spa-Francorchamps) Italien (Monza) Singapur (Singapur) Japan (Suzuka) Südkorea (Yeongam) Brasilien (São Paulo) Vereinigte Arabische Emirate (Abu Dhabi) 11. 07. 2010 25. 07. 2010 01. 08. 2010 29. 08. 2010 12. 09. 2010 26. 09. 2010 10. 10. 2010 24. 10. 2010 07. 11. 2010 14. 11. 2010 2010 Vorderreifen (245/55 R 13 auf 12,0 Inch) 2009 Vorderreifen (270/55 R 13 auf 12,75 Inch) RENNKALENDER MOTO GP 11. 04. 2010 25. 04. 2010 02. 05. 2010 23. 05. 2010 06. 06. 2010 20. 06. 2010 26. 06. 2010 04. 07. 2010 18. 07. 2010 25. 07. 2010 15. 08. 2010 29. 08. 2010 05. 09. 2010 19. 09. 2010 10. 10. 2010 17. 10. 2010 31. 10. 2010 07. 11. 2010 Katar (Doha/Losail) Japan (Motegi) Spanien (Jerez de la Frontera) Frankreich (Le Mans) Italien (Mugello) Großbritannien (Silverstone) Niederlande (Assen) Spanien (Catalunya) Deutschland (Sachsenring) USA (Laguna Seca) Tschechien (Brünn) USA (Indianapolis) San Marino (Misano) Ungarn (Balatonring) Malaysia (Sepang) Australien (Phillip Island) Portugal (Estoril) Spanien (Ricardo Tormo Valencia) BRIDGESTONEMagazin 17 1/2010

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DAS GEN DER FORMEL 1 BRIDGESTONE STELLT DEN POTENZA S001 VOR Bridgestone hat einen neuen Flaggschiff-UHP-Reifen für hochwertige Sportwagen entwickelt: den Potenza S001. Für maximale sportliche Leistungen entworfen, bietet der Reifen zudem hohe Effizienz bei vermindertem Rollwiderstand. Begleitet wird die Einführung des Reifens durch die eigene Internetseite www.potenza.eu sowie eine umfangreiche virale Marketing-Kampagne. Der Potenza S001 gehört beim Aston Martin Rapide und dem Ferrari F458 Italia bereits zur Erstausrüstung ab Werk und ist seit Januar 2010 in Europa auch auf dem Ersatzmarkt erhältlich. Mit diesem Reifen, der besonders für hochwertige Sportwagen und Hochleistungs-Limousinen geeignet ist, hat Bridgestone sein Sortiment an Sportreifen weiter ausgebaut. Der S001 knüpft nahtlos an die Motorsportgeschichte der Potenza Reifen an. Sein Design verleiht leistungsfähigen Sportmodellen ein noch sportlicheres Handling und eine höhere Effizienz als der derzeitige Potenza RE 050 (A), den der S001 ergänzt. Mühelos meistert er die anspruchsvollen Anforderungen sowohl schwererer LuxusSportwagen als auch der neuen Generation an leichteren Extremsport-Modellen. Überlegene Fahrpräzision Der einzigartige Charakter dieses asymmetrischen Reifens kommt im Bereich der äußeren Lauffläche durch die großen, steifen "High Grip"-Schulterblöcke zur Geltung, die für eine optimale Straßenlage sorgen. Die- se Fahreigenschaften werden durch eine flexible Einlage im Wulstbereich verstärkt, die trotz geringen Gewichts die Längssteifigkeit erhöht und somit die benötigte hohe Bremskraft sicherstellt ­ ohne die vertikale Steifigkeit zu beeinträchtigen, die für Kurvenhalt und Fahrkomfort sorgt. Fahrer können das ausgezeichnete Lenkverhalten und das damit verbundene aufregende und sportliche Fahrgefühl genießen, ohne auf perfekte Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten verzichten zu müssen, die durch eine außermittig angeordnete, umlaufende Profilrippe bewirkt wird. Hohe Fahrsicherheit bei Nässe Die Sicherheit wird durch die Premium-Nasstechnologie gewährleistet. Das breite Rillendesign sorgt in Kombination mit hochwinkligen Profilrillen für eine schnelle Wasserableitung vom Profilrippenbereich in die Hauptprofilrillen, wodurch die Aquaplaning-Gefahr reduziert wird. Der Profilrillenwinkel wurde auf eine minimale Blockverformung bei Bremsvorgängen abgestimmt, wodurch eine äußerst wirkungs- Motorsport BRIDGESTONEMagazin 18 1/2010

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volle Bremskante und eine Kontaktfläche erreicht wird, die höchste Fahrsicherheit und Kontrolle bei Nässe ermöglicht. www.potenza.eu Besuchen Sie den virtuellen Showroom auf der Internetseite des Potenza S001! Besondere Effizienz Dank seiner im Vergleich zur vorherigen Generation leichteren Reifenkonstruktion und einem reduzierten Rollwiderstand kommt der Potenza S001 dem starken Trend zu einer kraftstoffsparenden Fahrweise entgegen. Das neue Blockprofil sowie der Einsatz der neuesten Rillen- und Stollentechnologie mindern wirkungsvoll die Laufgeräusche des Reifens. Durch Kombination beider Innovationen wird das Fahrbahngeräusch weitgehend unterdrückt. Der Potenza S001 ist seit Januar 2010 in Europa zunächst in 19 Größen (für Felgen von 18" bis 20") auf dem Ersatzmarkt erhältlich. Umfangreiche Internet-Kampagne Erstmals wird die Einführung eines neuen Bridgestone Reifens durch eine umfangreiche virale Marketing-Kampagne unterstützt. Auf der eigenen Homepage www.potenza.eu können sich neben der Presse auch andere Besucher über den neuen Potenza S001 informieren. Begrüßt werden sie von der britischen Rennfahrerin und TV-Moderatorin Vicki B. Henderson in einer virtuellen Formel 1Renngarage. Von hier aus nimmt sie die User mit auf eine spannende Rundreise durch die Potenza-Produktwelt. Von der Rennstrecke bis auf die Straße werden hier die Historie und Technologie der Ultra High Performance-Sportreifen im Detail veranschaulicht. Außerdem gibt es eine eigene Facebook-Seite zum Bridgestone Potenza, auf der man der virtuellen Fangemeinde beitreten kann. Vernetzt und unterstützt werden diese Aktivitäten durch die Online-Plattformen YouTube, Twitter, Flickr sowie mithilfe verschiedener Banner-Werbungen. Testfahrt zu gewinnen Neben der virtuellen Tour finden die Besucher auf der Website viele weitere attraktive Tools und Informationen. Pressevertreter finden im Media Center Bild- und Videomaterial zum Potenza. Die User können sich außerdem iPhone Apps herunterladen, die Video-Galerie besuchen oder an der Bridgestone Potenza Challenge teilnehmen. Im Rahmen des Gewinnspiels haben sie die Chance, eine Testfahrt des Potenza S001-Reifens gemeinsam mit einem Formel 1-Fahrer zu gewinnen. Auf der Internetseite www.bridgestone-box.de gibt es ein Potenza S001 Racing Game, bei dem Sie das sportliche Fahrvergnügen mit dem UHP-Reifen selbst erleben können. Die Formel 1 stand Pate bei der Entwicklung des S001. Ein Ultra High Performance-Reifen für sportliche Ansprüche. Motorsport BRIDGESTONEMagazin 19 1/2010

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BRAND EXPERIENCE Nur nicht schwindlig werden: Wer auf dem Motorrad um die Welt fährt, muss Kurven lieben. 100.000 KILOMETER AUF BRIDGESTONE BATTLEWING MIT DEM MOTORRAD EINMAL RUND UM DIE WELT Wovon die meisten Menschen bestenfalls träumen, machte Theo Schlaghecken wahr. Er brach aus seinem gewohnten Leben aus und fuhr mit seinem Motorrad einmal rund um die ganze Erde. Bridgestone sponserte den Individualisten mit acht Sätzen Reifen. Der Begriff Weltreise übt auf Menschen eine eigentümliche Faszination aus. Bilder entstehen im Kopf von fremden Gegenden und exotischen Orten. Für die meisten von uns bleibt das ein Traumbild: einmal alles hinter sich zu lassen, aufbrechen ins Ungewisse. Theo Schlaghecken hingegen, Unternehmensberater in Bad Homburg, beließ es nicht bei der Idee. Als ihm sein Bruder zu Weihnachten 2006 statt eines Navigationssystems scherzhaft ein Motorradmagazin schenkte, in dem es um Navigationsgeräte ging, ahnte er nicht, was er damit auslöste. Die Berichte, die von Reisen in ferne Länder erzählten, lösten eine Kette von Gedanken bei Schlaghecken aus, die ausgingen von dem unterschwelligen Gefühl, etwas Neues mit seinem Leben machen zu wollen, und mit einem Entschluss endeten. 51 Länder auf vier Kontinenten Er würde sich auf den Weg machen, auf dem Motorrad rund um die Welt. Nach fieberhaften vier Monaten war es dann am 1. Mai 2007 so weit. Schlaghecken verließ die gekündigte Wohnung, startete seine BMW F650 GS Dakar und fuhr los. Er sollte zwei Jahre und fünf Monate unterwegs sein, 51 Länder auf vier Kontinenten durchqueren und dabei rund 100.000 Kilometer zurücklegen. Acht Sätze Reifen benötigte er für die Fahrt. Die erhielt er von Bridgestone als Sponsor. Aber Bridgestone stellte nicht nur die nötige Anzahl Battlewing zur Verfügung, sondern lieferte sie auch, just in time sozusagen, an die entferntesten Orte der Welt. Eine logistische Meisterleistung. "Der eigentliche Beginn der Reise war für mich die Fahrt über die Bosporusbrücke in Istanbul. Ab dem Übertritt nach Asien nahm ich das hohe Anfangstempo heraus und begann mich treiben zu lassen", sagt Schlaghecken. Weiter ging es nach Georgien, Armenien, Iran. Die islamischen Länder stellten den Reisenden vor Probleme: Im Ramadan gab es nach 4:00 Uhr morgens bis 18:00 abends nirgendwo zu Brand Experience BRIDGESTONEMagazin 20 1/2010

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Rund um die Welt: Schlagheckens Strecke in den zweieinhalb Jahren. Sand überall: Durch die Wüste zu fahren ist harte Arbeit: bis über 50 Grad, endlose Weite und feinster Sand, der überall hineindringt. essen oder zu trinken. Erst im Norden Pakistans entspannte sich die Lage: Immer wieder fanden sich Einheimische, die unter der Hand und außer Sichtweite Essbares herausgaben, gegen entsprechendes Entgelt. Skurrile Erlebnisse gab es reichlich, etwa die Passage durch Saudi-Arabien. Schon die Visum-Beantragung war kompliziert, musste Schlaghecken doch im Voraus bis auf Kilometer und Stunde angeben, wann er wo zu sein, zu übernachten und weiterzureisen gedachte. Für die 2.100 Kilometer Transit bekam er drei Tage Zeit. Quer durch die Arabische Wüste ging es, bei bis zu 51 Grad, Sandstürmen, die den Lack vom Metall schliffen, im Winterschal gegen den feinen Sand, der aber doch seinen Weg überallhin fand. Ins freundlichste Land der Welt Da ihm nur so wenig Zeit zur Verfügung stand, kam Schlaghecken Punkt 0:00 Uhr an die Grenzstation ­ wo er perfekt abgefertigt und dabei zudem mit Mokka und arabischem Kuchen bewirtet wurde. Allerdings folgte dem Reisenden ab dem ersten Meter eine Polizeieskorte in Geländewagen, streckenweise sieben Fahrzeuge, besetzt mit Bewaffneten, die mit ihren Scheinwerfern die nächtliche Wüste absuchten. Im Hotel wurde das Motorrad eingesperrt, Wachen mit Gewehren folgten ihm zur McDonalds-Filiale und in die kleine Kabine im Internet-Café. Kommunikation gab es nicht. Ob der Schutz dem Reisenden oder dem Land galt, blieb hinter den dunklen Sonnenbrillen der Begleiter verborgen. Drei lange, heiße Tage, vorbei an Pipelines, Strommasten und Geröllwüste, mit den Tankstellen als Etappenhighlights, wo Cola, Eistee und eine Klimaanlage die Lage wieder erträglich machten. Ein Zöllner macht Geschenke Dann war der Persische Golf erreicht. Durch die Emirate, vorbei am Rohbau des höchsten Gebäudes der Welt, dem Burj Dubai, ging es auf die Fähre in den Iran. "Der Iran war das freundlichste Land der gesamten Reise", sagt Schlaghecken, "es war wie Tag und Nacht zu dem fast arroganten Reichtum der Golfstaaten". Eigentlich hätte die iranische Grenzsta- tion mitten im Nirgendwo drei Tage geschlossen sein sollen ­ für Schlaghecken kam der Zöllner jedoch extra aus seinem Urlaub, fertigte den Reisenden ab und gab ihm neben guten Wünschen ein Paket mit Süßigkeiten mit auf die Strecke. Vorbei am Nanga Parbat Wer sich allein auf den Weg um die Erde macht, der darf nicht ängstlich sein. Doch auf der Fahrt durch Pakistan wurde es Schlaghecken dann bisweilen doch mulmig. Anhalten ließ die Schutzeskorte keinesfalls zu, immer weiter musste es gehen, ohne Pause, weiter, weiter. Was blitzte da oberhalb der Schluchtwände in der Sonne? Schlaghecken war froh, die Passage entlang der afghanischen Grenze bald ohne Zwischenfälle hinter sich zu lassen. Weiter über den Karakorum Highway bis auf 4.300 Meter Meereshöhe. Einreisen nach China war nicht möglich, doch es ging durch spektakuläre Bergwelt, vorbei an Nanga Parbat und anderen Giganten zurück nach Islamabad und hinein nach Indien. Dort musste Schlaghecken nicht nur die einzige längere, Brand Experience BRIDGESTONEMagazin 21 1/2010

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MARKT & BUSINESS Die Weite Nordamerikas war schön und gefährlich zugleich: In den Rocky Mountains traf Schlaghecken den riesigen Bären. Zweirad trifft Vierbeiner: In Nepal gehört der Elefant zum Alltag. Backofen der anderen Art: Zubereitung von Fladen im Gebirge von Oman. krankheitsbedingte Unterbrechung einlegen, sondern beschloss auch bald, das Fahren sein zu lassen. Zu wenig Rücksicht nahmen Lkw und Busse im dicht besiedelten Land auf Zweiräder. Von Mofas und Mopeds wird erwartet, in den Straßengraben auszuweichen. Für Schlaghecken mit seiner Maschine unmöglich. Zu 198 kg Leergewicht kamen fast 100 kg Gepäck ­ und der Fahrer: "Das ist nicht mehr schnittig. Und schnell mal auf den Grünstreifen oder ins Gebüsch reinfahren, das geht nicht." In Amritsar, heilige Stätte der Sikhs, nahm er teil an einer Pilgerspeisung, die jedem dort gewährt wird. Die kostenlose Speise, ein ungekochter Brei, brachte ihm schwerste Magenkrämpfe ein sowie ein "Outof-Body-Erlebnis, das mein Leben bis heute prägt", sagt Schlaghecken. "Ich sah mich aus drei Metern Entfernung da liegen, wie die Inder über mich stiegen, aber ich wusste mit großer innerer Ruhe, dass mir nichts passieren würde." In größter Gefahr Nach einem guten Jahr, durch weitere Länder in Asien, erreichte er Vietnam. Da Ausländer dort nicht Motorrad fahren dürfen, schiffte er das Bike in Bangkok ein und flog nach Seattle. 30.000 Kilometer hatte er bis dahin zurückgelegt. Weitere 70.000 sollten noch folgen. In den USA hatte Schlaghecken sich vorgenommen, die berühmte Panamericana zu fahren. Von Alaska bis Feuerland. Das klang zunächst mal nach Entspannung, lange Strecken durch Nordamerika, westliche Kultur, ruhige Landstriche, keinerlei Verständigungsprobleme. Mitten im "sicheren" Kanada jedoch geriet Theo Schlaghecken dann in die gefährlichste Situation der ganzen Reise. Auf einem einsamen Offroad-Stück, weit weg von Telefonen, Helfern oder Krankenhäusern, versperrte mit einem Mal ein riesiger Bär den Weg. Der sah nicht freundlich aus, so auf den Hinterbeinen. Schlaghecken hatte das Motorrad mit einer Vollbremsung abgewürgt. Nun stand er Auge in Auge mit dem Tier, keine 30 Meter entfernt. Weit und breit keine Fluchtmöglichkeit. Er hatte sich zwar im Vorfeld eine "Bärenpfeife" besorgt ­ die lag aber gut verstaut im Motorradkoffer. Er war dem Angriff schutzlos ausgeliefert, gehandicapt durch die Maschine und die Schutzkleidung. Leichte Beute. BRIDGESTONE AUSRÜSTUNGS-SPONSORING Acht Sätze Reifen benötigte Theo Schlaghecken für seine 100.000 Kilometer um die Welt. Bridgestone Deutschland sponserte den Weltreisenden. Sechs Wochen vor Abreise hatte Schlaghecken auf der Motorradmesse in Dortmund mit Wolfgang Terfloth, Leiter Verkauf Motorradreifen bei Bridgestone Deutschland, Kontakt aufgenommen und war sofort auf Begeisterung gestoßen. Nach einem einzigen Gespräch hatte er seinen Sponsor. Bridgestone stellte nicht nur acht Battlewing BW 501 und BW 502, sondern sorgte in Abstimmung mit Schlaghecken auch dafür, dass sie an die vorgesehenen Reise- etappen gelangten, wo gewechselt werden musste, übernahm Fracht und Zollkosten. Die Reifen wurden dann hinterlegt bei Werkstätten, Botschaften oder Händlern. "Das war wirklich fantastisch. Immer hat alles perfekt geklappt. Viele Werkstätten haben dann auch noch umsonst gewechselt. Hinsichtlich der Zuverlässigkeit kann ich nur Gutes berichten. Bis zum Wechseln war der Reifen optisch immer in sehr guter Form, und selbst die genutzten Reifen waren überall heiß begehrt. Mit nur 4 Reifenpannen auf den fast 100.000 km war ich unter den Langzeit-Motorradreisenden die große, positive Ausnahme."

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Manchmal fehlt ein Landweg: Verladung des Motorrads auf einen Sampan am Mekong in Laos. Inbegriff der Vegetation in Afrika: imposanter Baobab-Baum in Tansania. "Man hat mir vorher gesagt, man sollte die Bären nicht anschauen. Ich konnte aber nicht wegschauen, ich wusste einfach gar nicht mehr, was ich tun sollte. Es war schrecklich." Nach schier endlosen Minuten entschied der Bär, seinen Weg durch den Wald fortzusetzen. Schlaghecken ließ die Maschine wieder an und hupte dem Bär, aus sicherer Entfernung, noch einmal kräftig hinterher. Kein Abstecher nach Sansibar Weitere Milestones der Reise waren die Fahrt über die Golden Gate Bridge und den Hollywood Boulevard. Doch mehr und mehr ließ er klassische Sehenswürdigkeiten aus, wurde ihm doch mit dem Verlauf der Reise klarer und klarer, dass es vor allem die Geschichten der Menschen waren, die ihn faszinierten. So wurde ihm mit dem weiteren Ablauf der Reise, die ihn aus den unendlichen Weiten der argentinischen Pampa nach Südafrika brachte, immer deutlicher, dass er auf ein neues Ziel zusteuerte. Er fuhr nicht mehr zum Kilimandscharo, der immerhin auch auf der Liste der Wunschziele gestanden hatte. Er ließ auch die Insel Sansibar links liegen. Im Geleitzug nach Hause "Ich hatte über die Zeit eine neue Weltsicht erlangt. Nicht mehr so viel planen, sondern dem Leben eine Chance geben, einem das zu geben, was es bereithält. Das hat mich weggebracht von den Zwängen unseres westlichen Businesslebens, hin zu mehr Gelassenheit und weniger Wertungen", sagt Schlaghecken. Damit löste sich, aus seiner eigenen Perspektive, der Grund für die rastlose Weiterreise zunehmend auf, und ganz natürlich entstand der Wunsch, wieder zu Hause anzukommen. Als er dann durch Südeuropa, Frankreich und die Niederlande die deutsche Grenze bei Venlo erreichte, waren nicht nur zwei Jahre und fünf Monate vergangen: Er hatte hunderte von Menschen aller Art kennengelernt, hatte elf Hilfsprojekte angeschoben, die entferntesten Orte und wildesten Situationen gesehen. Und doch: Als er vor dem Schild der Bundesrepublik Deutschland stand, stieg er ab und klingelte gerührt den Mann aus dem nächsten Haus heraus, damit er ein Foto der denkwürdigen Heimkehr machte. Zwei Freunde eskortierten ihn bis nach Kleve, zum Hof der Eltern. Dort steht sein zweirädriger Begleiter seither in der Garage, 100.000 Kilometer ohne nennenswerte Schäden, auf acht Sätzen Battlewing Reifen rund um die Erde. Schlaghecken selbst will nicht mehr zurück in den 12-Stunden-Tag als Unternehmensberater. Sein neues Ziel, das er von seiner Reise mitgebracht hat, ist die Arbeit als Coach. Nicht mehr ums Geldvermehren geht es ihm, sondern darum, den Menschen etwas weiterzugeben von all dem, was andere ihm auf der Reise gegeben haben. Projekte weitere Infos unter www.world-tourer.de Schlaghecken hob Geld vom "Spendenkilometer-Konto" ab und brachte die Geräte persönlich auf dem Motorrad ins Dorf. Am nächsten Morgen fand er vor seiner Tür einen fertig gestrickten Alpakapullover. Direkt, persönlich und 100 Prozent ­ Maximen, nach denen Schlaghecken die Spenden weitergibt. Eine Reihe Projekte laufen noch weiter. Eine Dokumentation und sein Spenden-Ansatz können im Internet unter: www. world-tourer.de/projects eingesehen werden. Es kann noch gespendet werden. Bis zum Redaktionsschluss wurden bereits über 23.000 Euro gespendet. Theo Schlaghecken unterstützte oder gründete auf seiner Weltumrundung elf Hilfsprojekte. Bei Abreise verfügte er nur über einen Kontakt zur Goethe-Gesellschaft. Alle anderen Projekte, in Georgien, Indien, Thailand, Vietnam, Mexiko, Guatemala oder Sambia, ergaben sich, "weil ich mit offenen Augen durch die Welt gefahren bin". Etwa sein Projekt in Bolivien. Die Bewohner eines Dorfes in der Sajama-Wüste erzeugten Alpaka-Wolle in extremer Armut. Den Wunsch, mehr daraus zu machen, gab es, doch das Geld für Strickmaschinen und Bügeleisen zur Weiterverarbeitung fehlte. Schlaghecken mit Waisen in Trivandrum im indischen Bundesstaat Kerala. Er hatte dem Waisenhaus Matratzen gestiftet.

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Von der Rennstrecke auf die Straße. · Hochgriffiges Profil für maximale Fahrzeugbeherrschung und präzises Lenkverhalten · Bridgestone Premium-Nasstechnologie für überlegene Traktion und höchste Sicherheit bei nasser Fahrbahn · Leichtreifenkonstruktion für verringertes Gewicht und reduzierten Rollwiderstand www.bridgestone.de

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volle Bremskante und eine Kontaktfl?che erreicht wird, die h?chste Fahrsicherheit und Kontrolle bei N?sse erm?glicht. www.potenza.eu Besuchen Sie den virtuellen Showroom auf der Internetseite des Potenza S001! Besondere Effizienz Dank seiner im Vergleich zur vorherigen Generation leichteren Reifenkonstruktion und einem reduzierten Rollwiderstand kommt der Potenza S001 dem starken Trend zu einer kraftstoffsparenden Fahrweise entgegen. Das neue Blockprofil sowie der Einsatz der neuesten Rillen- und Stollentechnologie mindern wirkungsvoll die Laufger?usche des Reifens. Durch Kombination beider Innovationen wird das Fahrbahnger?usch weitgehend unterdr?ckt. Der Potenza S001 ist seit Januar 2010 in Europa zun?chst in 19 Gr??en (f?r Felgen von 18" bis 20") auf dem Ersatzmarkt erh?ltlich. Umfangreiche Internet-Kampagne Erstmals wird die Einf?hrung eines neuen Bridgestone Reifens durch eine umfangreiche virale Marketing-Kampagne unterst?tzt. Auf der eigenen Homepage www.potenza.eu k?nnen sich neben der Presse auch andere Besucher ?ber den neuen Potenza S001 informieren. Begr??t werden sie von der britischen Rennfahrerin und TV-Moderatorin Vicki B. Henderson in einer virtuellen Formel 1-Renngarage. Von hier aus nimmt sie die User mit auf eine spannende Rundreise durch die Potenza-Produktwelt. Von der Rennstrecke bis auf die Stra?e werden hier die Historie und Technologie der Ultra High Performance-Sportreifen im Detail veranschaulicht. Au?erdem gibt es eine eigene Facebook-Seite zum Bridgestone Potenza, auf der man der virtuellen Fangemeinde beitreten kann. Vernetzt und unterst?tzt werden diese Aktivit?ten durch die Online-Plattformen YouTube, Twitter, Flickr sowie mithilfe verschiedener Banner-Werbungen. Testfahrt zu gewinnen Neben der virtuellen Tour finden die Besucher auf der Website viele weitere attraktive Tools und Informationen. Pressevertreter finden im Media Center Bild- und Videomaterial zum Potenza. Die User k?nnen sich au?erdem iPhone Apps herunterladen, die Video-Galerie besuchen oder an der Bridgestone Potenza Challenge teilnehmen. Im Rahmen des Gewinnspiels haben sie die Chance, eine Testfahrt des Potenza S001-Reifens gemeinsam mit einem Formel 1-Fahrer zu gewinnen. Auf der Internetseite www.bridgestone-aktion.de gibt es ein Potenza S001 Racing Game, bei dem Sie das sportliche Fahrvergn?gen mit dem UHP-Reifen selbst erleben k?nnen. Die Formel 1 stand Pate bei der Entwicklung des S001. Ein Ultra High Performance-Reifen f?r sehr sportliche Anspr?che. Motorsport BRIDGESTONEMagazin 25 1/2010

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BRAND EXPERIENCE Nur nicht schwindlig werden: Wer auf dem Motorrad um die Welt f?hrt, muss Kurven lieben. 100.000 KILOMETER AUF BS BATTLEWING MIT DEM MOTORRAD EINMAL RUND UM DIE WELT Wovon die meisten Menschen bestenfalls tr?umen, machte Theo Schlaghecken wahr. Er brach aus seinem gewohnten Leben aus und fuhr mit seinem Motorrad einmal rund um die ganze Erde. Bridgestone sponserte den Individualisten mit acht S?tzen Reifen. Der Begriff Weltreise ?bt auf Menschen eine eigent?mliche Faszination aus. Bilder entstehen im Kopf von fremden Gegenden und exotischen Orten. F?r die meisten von uns bleibt das ein Traumbild: einmal alles hinter sich zu lassen, aufbrechen ins Ungewisse. Theo Schlaghecken hingegen, Unternehmensberater in Bad Homburg, belie? es nicht bei der Idee. Als ihm sein Bruder zu Weihnachten 2006 statt eines Navigationssystems scherzhaft ein Motorradmagazin schenkte, in dem es um Navigationsger?te ging, ahnte er nicht, was er damit ausl?ste. Die Berichte, die von Reisen in ferne L?nder erz?hlten, l?sten eine Kette von Gedanken bei Schlaghecken aus, die ausgingen von dem unterschwelligen Gef?hl, etwas Neues mit seinem Leben machen zu wollen, und mit einem Entschluss endeten 51 L?nder auf vier Kontinenten Er w?rde sich auf den Weg machen, auf dem Motorrad rund um die Welt. Nach fieberhaften vier Monaten war es dann am 1. Mai 2007 so weit. Schlaghecken verlie? die gek?ndigte Wohnung, startete seine BMW F650 GS Dakar und fuhr los. Er sollte zwei Jahre und f?nf Monate unterwegs sein, 51 L?nder auf vier Kontinenten durchqueren und dabei rund 100.000 Kilometer zur?cklegen. Acht S?tze Reifen ben?tigte er f?r die Fahrt. Die erhielt er von Bridgestone als Sponsor. Aber Bridgestone stellte nicht nur die n?tige Anzahl Battlewing zur Verf?gung, sondern lieferte sie auch, just-in-time sozusagen, an die entferntesten Orte der Welt. Eine logistische Meisterleistung. "Der eigentliche Beginn der Reise war f?r mich die Fahrt ?ber die Bosporusbr?cke in Istanbul. Ab dem ?bertritt nach Asien nahm ich das hohe Anfangstempo heraus und begann mich treiben zu lassen", sagt Schlaghecken. Weiter ging es nach Georgien, Armenien, Iran. Die islamischen L?nder stellten den Reisenden vor Probleme: Im Ramadan gab es nach 4:00 Uhr morgens bis 18:00 abends nirgendwo zu Brand Experience BRIDGESTONEMagazin 26 1/2010

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Rund um die Welt: Schlagheckens Strecke in den zweieinhalb Jahren. Sand ?berall: Durch die W?ste zu fahren ist harte Arbeit: bis ?ber 50 Grad, endlose Weite und feinster Sand, der ?berall hineindringt. essen oder zu trinken. Erst im Norden Pakistans entspannte sich die Lage: Immer wieder fanden sich Einheimische, die unter der Hand und au?er Sichtweite Essbares herausgaben, gegen entsprechendes Entgelt. Skurrile Erlebnisse gab es reichlich, etwa die Passage durch Saudi-Arabien. Schon die Visum-Beantragung war kompliziert, musste Schlaghecken doch im Voraus bis auf Kilometer und Stunde angeben, wann er wo zu sein, zu ?bernachten und weiterzureisen gedachte. F?r die 2.100 Kilometer Transit bekam er drei Tage Zeit. Quer durch die Arabische W?ste ging es, bei bis zu 51 Grad, Sandst?rmen, die den Lack vom Metall schliffen, im Winterschal gegen den feinen Sand, der aber doch seinen Weg ?berall hin fand. Ins freundlichste Land der Welt Da ihm nur so wenig Zeit zur Verf?gung stand, kam Schlaghecken Punkt 0:00 Uhr an die Grenzstation ? wo er perfekt abgefertigt und dabei zudem mit Mocca und arabischem Kuchen bewirtet wurde. Allerdings folgte dem Reisenden ab dem ersten Meter eine Polizeieskorte in Gel?ndewagen, streckenweise sieben Fahrzeuge, besetzt mit Bewaffneten, die mit ihren Scheinwerfern die n?chtliche W?ste absuchten. Im Hotel wurde das Motorrad eingesperrt, Wachen mit Gewehren folgten ihm zur McDonalds-Filiale und in die kleine Kabine im Internet-Cafe. Kommunikation gab es nicht. Ob der Schutz dem Reisenden oder dem Land galt, blieb hinter den dunklen Sonnebrillen der Begleiter verborgen. Drei lange, hei?e Tage, vorbei an Pipelines, Strommasten und Ger?llw?ste, mit den Tankstellen als Etappenhighlights, wo Cola, Eistee und eine Klimaanlage die Lage wieder ertr?glich machten. Ein Z?llner macht Geschenke Dann war der Persische Golf erreicht. Durch die Emirate, vorbei am Rohbau des h?chsten Geb?udes der Welt, dem Burj Dubai, ging es auf die F?hre in den Iran. "Der Iran war das freundlichste Land der gesamten Reise", sagt Schlaghecken, "es war wie Tag und Nacht zu dem fast arroganten Reichtum der Golfstaaten". Eigentlich h?tte die iranische Grenzsta- tion mitten im Nirgendwo drei Tage geschlossen sein sollen ? f?r Schlaghecken kam der Z?llner jedoch extra aus seinem Urlaub, fertigte den Reisenden ab und gab ihm neben guten W?nschen ein Paket mit S??igkeiten mit auf die Strecke. Vorbei am Nanga Parbat Wer sich allein auf den Weg um die Erde macht, der darf nicht ?ngstlich sein. Doch auf der Fahrt durch Pakistan wurde es Schlaghecken dann bisweilen doch mulmig. Anhalten lie? die Schutzeskorte keinesfalls zu, immer weiter musste es gehen, ohne Pause, weiter, weiter. Was blitzte da oberhalb der Schluchtw?nde in der Sonne? Schlaghecken war froh, die Passage entlang der afghanischen Grenze bald ohne Zwischenf?lle hinter sich zu lassen. Weiter ?ber den Karakorum Highway bis auf 4.300 Meter Meeresh?he. Einreisen nach China war nicht m?glich, doch es ging durch spektakul?re Bergwelt, vorbei an Nanga Parbat und anderen Giganten zur?ck nach Islamabad und hinein nach Indien. Dort musste Schlaghecken nicht nur die einzige l?ngere, Brand Experience BRIDGESTONEMagazin 27 1/2010

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MARKT & BUSINESS Die Weite Nordamerikas war sch?n und gef?hrlich zugleich: in den Rocky Mountains traf Schlaghecken den riesigen B?ren. Zweirad trifft Vierbeiner: In Nepal geh?rt der Elefant zum Alltag. Backofen der anderen Art: Zubereitung von Fladen im Gebirge von Oman. krankheitsbedingte Unterbrechung einlegen, sondern beschloss auch bald, das Fahren sein zu lassen. Zu wenig R?cksicht nahmen Lkw und Busse im dicht besiedelten Land auf Zweir?der. Von Mofas und Mopeds wird erwartet, in den Stra?engraben auszuweichen. F?r Schlaghecken mit seiner Maschine unm?glich. Zu 198 kg Leergewicht kamen fast 100 kg Gep?ck ? und der Fahrer: "Das ist nicht mehr schnittig. Und schnell mal auf den Gr?nstreifen oder ins Geb?sch reinfahren, das geht nicht." In Amritsar, heilige St?tte der Sikhs, nahm er teil an einer Pilgerspeisung, die jedem dort gew?hrt wird. Die kostenlose Speise, ein ungekochter Brei, brachte ihm schwerste Magenkr?mpfe ein sowie ein "Out-of-Body-Erlebnis, das mein Leben bis heute pr?gt", sagt Schlaghecken. "Ich sah mich aus drei Meter Entfernung da liegen, wie die Inder ?ber mich stiegen, aber ich wusste mit gro?er innerer Ruhe, dass mir nichts passieren w?rde." In gr??ter Gefahr Nach einem guten Jahr, durch weitere L?nder in Asien, erreichte er Vietnam. Da Ausl?nder dort nicht Motorrad fahren d?rfen, schiffte er das Bike in Bangkok ein und flog nach Seattle. 30.000 Kilometer hatte er bis dahin zur?ckgelegt. Weitere 70.000 sollten noch folgen. In den USA hatte Schlaghecken sich vorgenommen, die ber?hmte Panamericana zu fahren. Von Alaska bis Feuerland. Das klang zun?chst mal nach Entspannung, lange Strecken durch Nordamerika, westliche Kultur, ruhige Landstriche, keinerlei Verst?ndigungsprobleme. Mitten im "sicheren" Kanada jedoch geriet Theo Schlaghecken dann in die gef?hrlichste Situation der ganzen Reise. Auf einem einsamen Offroad-St?ck, weit weg von Telefonen, Helfern oder Krankenh?usern, versperrte mit einem Mal ein riesiger B?r den Weg. Der sah nicht freundlich aus, so auf den Hinterbeinen. Schlaghecken hatte das Motorrad mit einer Vollbremsung abgew?rgt. Nun stand er Auge in Auge mit dem Tier, keine 30 Meter entfernt. Weit und breit keine Fluchtm?glichkeit. Er hatte sich zwar im Vorfeld eine "B?renpfeife" besorgt ? die lag aber gut verstaut im Motorradkoffer. Er war dem Angriff schutzlos ausgeliefert, gehandicapt durch die Maschine und die Schutzkleidung. Leichte Beute. BRIDGESTONE AUSR?STUNGS-SPONSORING Acht S?tze Reifen ben?tigte Theo Schlaghecken f?r seine 100.000 Kilometer um die Welt. Bridgestone Deutschland sponserte den Weltreisenden. Sechs Wochen vor Abreise hatte Schlaghecken auf der Motorradmesse in Dortmund mit Wolfgang Terfloth, Leiter Verkauf Motorradreifen bei Bridgestone Deutschland, Kontakt aufgenommen und war sofort auf Begeisterung gesto?en. Nach einem einzigen Gespr?ch hatte er seinen Sponsor. Bridgestone stellte nicht nur acht Battlewing BW 501 und BW 502, sondern sorgte in Abstimmung mit Schlaghecken auch daf?r, dass sie an die vorgesehenen Reise- etappen gelangten, wo gewechselt werden musste, ?bernahm Fracht und Zollkosten. Die Reifen wurden dann hinterlegt bei Werkst?tten, Botschaften oder H?ndlern. "Das war wirklich fantastisch. Immer hat alles perfekt geklappt. Viele Werkst?tten haben dann auch noch umsonst gewechselt. Hinsichtlich der Zuverl?ssigkeit kann ich nur Gutes berichten. Bis zum Wechseln war der Reifen optisch immer in sehr guter Form, und selbst die genutzten Reifen waren ?berall hei? begehrt. Mit nur 4 Reifenpannen auf den fast 100.000 km war ich unter den Langzeit-Motorradreisenden die gro?e, positive Ausnahme."

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Manchmal fehlt ein Landweg: Verladung des Motorrads auf einen Sampan am Mekong in Laos. Inbegriff der Vegetation in Afrika: imposanter Baobab-Baum in Tansania. "Man hat mir vorher gesagt, man sollte die B?ren nicht anschauen. Ich konnte aber nicht wegschauen, ich wusste einfach gar nicht mehr, was ich tun sollte. Es war schrecklich." Nach schier endlosen Minuten entschied der B?r, seinen Weg durch den Wald fortzusetzen. Schlaghecken lie? die Maschine wieder an und hupte dem B?r, aus sicherer Entfernung, noch einmal kr?ftig hinterher. Kein Abstecher nach Sansibar Weitere Milestones der Reise waren die Fahrt ?ber die Golden Gate Bridge und den Hollywood Boulevard. Doch mehr und mehr lie? er klassische Sehensw?rdigkeiten aus, wurde ihm doch mit dem Verlauf der Reise klarer und klarer, dass es vor allem die Geschichten der Menschen waren, die ihn faszinierten. So wurde ihm mit dem weiteren Ablauf der Reise, die ihn aus den unendlichen Weiten der argentinischen Pampa nach S?dafrika brachte, immer deutlicher, dass er auf ein neues Ziel zusteuerte. Er fuhr nicht mehr zum Kilimandscharo, der immerhin auch auf der Liste der Wunschziele gestanden hatte. Er lie? auch die Insel Sansibar links liegen. Im Geleitzug nach Hause "Ich hatte ?ber die Zeit eine neue Weltsicht erlangt. Nicht mehr so viel Planen, sondern dem Leben eine Chance geben, einem das zu geben, was es bereith?lt. Das hat mich weggebracht von den Zw?ngen unseres westlichen Businesslebens, hin zu mehr Gelassenheit und weniger Wertungen", sagt Schlaghecken. Damit l?ste sich, aus seiner eigenen Perspektive, der Grund f?r die rastlose Weiterreise zunehmend auf, und ganz nat?rlich entstand der Wunsch, wieder zu Hause anzukommen. Als er dann durch S?deuropa, Frankreich und die Niederlande die deutsche Grenze bei Venlo erreichte, waren nicht nur zwei Jahre und f?nf Monate vergangen: er hatte hunderte von Menschen aller Art kennengelernt, hatte elf Hilfsprojekte angeschoben, die entferntesten Orte und wildesten Situationen gesehen. Und doch. Als er vor dem Schild der Bundesrepublik Deutschland stand, stieg er ab und klingelte ger?hrt den Mann aus dem n?chsten Haus heraus, damit er ein Foto der denkw?rdigen Heimkehr machte. Zwei Freunde eskortierten ihn bis nach Kleve, zum Hof der Eltern. Dort steht sein zweir?driger Begleiter seither in der Garage, 100.000 Kilometer ohne nennenswerte Sch?den, auf acht S?tzen Battlewing Reifen rund um die Erde. Schlaghecken selbst will nicht mehr zur?ck in den 12-Stunden-Tag als Unternehmensberater. Sein neues Ziel, das er von seiner Reise mitgebracht hat, ist die Arbeit als Coach. Nicht mehr ums Geldvermehren geht es ihm, sondern darum, den Menschen etwas weiterzugeben von all dem, was andere ihm auf der Reise gegeben haben. Projekte weitere Infos unter www.world-tourer.de Theo Schlaghecken unterst?tzte oder gr?ndete auf seiner Weltumrundung elf Hilfsprojekte. Bei Abreise verf?gte er nur ?ber einen Kontakt zur Goethe-Gesellschaft. Alle anderen Projekte, in Georgien, Indien, Thailand, Vietnam, Mexiko, Guatemala oder Sambia, ergaben sich, "weil ich mit offenen Augen durch die Welt gefahren bin". Etwa sein Projekt in Bolivien. Die Bewohner eines Dorfes in der Sajama-W?ste erzeugten Alpaka-Wolle in extremer Armut. Den Wunsch, mehr daraus zu machen, gab es, doch das Geld f?r Strickmaschinen und B?geleisen zur Weiterverarbeitung fehlte. Schlaghecken hob Geld vom "Spendenkilometer-Konto" ab und brachte die Ger?te pers?nlich auf dem Motorrad ins Dorf. Am n?chsten Morgen fand er vor seiner T?r einen fertig gestrickten Alpakapullover. Direkt, pers?nlich und 100 Prozent ? Maximen, nach denen Schlaghecken die Spenden weitergibt. Eine Reihe Projekte laufen noch weiter. Eine Dokumentation und sein Spenden-Ansatz k?nnen im Internet unter: www.world-tourer.de/projects eingesehen werden. Es kann noch gespendet werden. Bis zum Redaktionsschluss wurden bereits ?ber 23.000 EUR gespendet. Schlaghecken mit Waisen in Trivandrum im indischen Bundesstaat Kerala. Er hatte dem Waisenhaus Matratzen gestiftet.

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www.bridgestone-magazin.de LIEBE LESER IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG Auf den Seiten 10 und 11 haben wir Ihnen die verschiedenen L?sungen aufgezeigt, die Bridgestone Ihnen im Bereich des eBusiness bietet. Nat?rlich interessiert uns hierzu Ihre Meinung als H?ndler und Brancheninsider: Was halten Sie generell von elektronischen Bestellsystemen? Welches Warenwirtschaftssystem verwenden Sie derzeit? Nutzen Sie bereits elektronische Bestellsysteme bei Bridgestone? Was ist Ihnen am wichtigsten bei elektronischen Bestellsystemen? Diese Fragen k?nnen Sie auf der Internetseite www.bridgestone-magazin.de online beantworten. Als kleines Dankesch?n f?r die Zeit, die Sie uns daf?r schenken, nehmen Sie an der Verlosung attraktiver Preise teil! Wir sind gespannt auf Ihre Meinung und danken Ihnen f?r Ihre Unterst?tzung. Mit besten Gr??en Ihr Bridgestone Magazin Redaktionsteam 1.Preis: Trolley Reisebag aus der neuen Bridgestone Werbemittel-Kollektion Auf www.bridgestone-magazin.de teilnehmen und gewinnen! 2. ? 4.Preis: je 1 iPod shuffle Abbildungen beispielhaft. Verwendete Marken- und Typenkennzeichen sind durch die jeweiligen Rechteinhaber gesch?tzt, auch wenn diese ohne das ? Zeichen genannt oder abgebildet sind. DATEN / FAKTEN / TERMINE 2010 VERANSTALTUNG BAUMA IAA Nutzfahrzeuge Intermot ORT Neue Messe M?nchen Messe Hannover K?lnmesse TERMIN 19.?25.04.2010 23.?30.09.2010 13.?17.10.2010

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Zeit sparen und Kosten senken Die neuen Bridgestone eBusiness-L?sungen Informieren Sie sich jetzt im Internet unter: www.bridgestone-haendler.de/ebusiness BRIDGESTONE H?NDLER-GEWINNSPIEL Bis zum 30.06.2010 unter www.bridgestone-haendler.de teilnehmen und gewinnen! Unter den ersten 100 Neubestellern unserer elektronischen Bestellsysteme verlosen wir 1 Tankgutschein im Wert von 200 Euro sowie 5 digitale Bilderrahmen f?r Ihre Werbung am Point of Sale. Service BRIDGESTONEMagazin 31 1/2010 www.bridgestone-haendler.de

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